Kompetenzorientierte Ausbildungsordnungen

Mit der Zielsetzung eines gemeinsamen Bildungs- und Beschäftigungsraums in Europa, rückte in den vergangenen Jahren die kompetenzorientierte Gestaltung der Berufsbildung in den Vordergrund des bildungspolitischen Diskurses in Deutschland. Dabei ist die „Kompetenzorientierung“ ein Leitgedanke geworden, der sich sowohl im novellierten Berufsbildungsgesetz (BBiG) mit seinem Leitziel der beruflichen Handlungsfähigkeit als auch bei der Entwicklung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) wiederfindet.

Der erste Schritt zur Weiterentwicklung des Dualen Systems in Richtung Kompetenzorientierung stellt die kompetenzorientierte Gestaltung der Ausbildungsordnungen dar.

Um dieses Ziel zu verfolgen, entwickelte das BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) im Auftrag vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) ein Konzept zur Gestaltung kompetenzorientierter Ausbildungsordnungen. Erprobt wurde das Konzept im gewerblich-technischen sowie im kaufmännischen Bereich. Das Berufsbild „Kaufmann/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen“ war Erprobungsgegenstand für den kaufmännischen Bereich. Der BWV Bildungsverband begleitete das Verfahren mit 2 Sachverständigen.

Mittlerweile wurden die Ergebnisse des Konzepts in eine BiBB-Empfehlung überführt. Die Kompetenzorientierung stellt nun die Basis für  alle Neuordnungsverfahren dar.

Das nachfolgende und inzwischen abgeschlossene BiBB-Forschungsprojekt „Kompetenzbasierte Prüfungen im Dualen System – Bestandsaufnahme und Gestaltungsperspektiven“ befasste sich mit der Ausrichtung der bestehenden Prüfungsformen an der Kompetenzorientierung  und nahm den Ausbildungsberuf Kaufmann/ Kauffrau für Versicherungen und Finanzen unter die Lupe.

Die Ergebnisse des BMBF-Modellprojekt "Kompetenzbasierte Ausbildungsordnungen" sowie weitere Informationen zum Projekt "Kompetenzbasierte Prüfungen im Dualen System – Bestandsaufnahme und Gestaltungsperspektiven" stehen Ihnen als PDF-Download zur Verfügung.